Seit 2021 sind wir mit der Brandschutzsanierung des Sendebetriebsgebäudes für den Bereich Objektplanung beauftragt. Die Brandschutzsanierung erfolgt während des laufenden Betriebs. Aktuell sind die Leistungsphasen 1 – 4 erfolgreich abgeschlossen worden. Die erwartete Gesamtfertigstellung ist für das Jahr 2034 geplant.
Das Sendebetriebsgebäude befindet sich im nordwestlichen Teil des knapp 1 km² umfassenden ZDF-Sendezentrums.
Der kreisförmige Bau des Sendebetriebsgebäudes aus dem Jahr 1984 verfügt über eine Gesamtnutzfläche von 78.200 m², verteilt auf sechs oberirdische und fünf unterirdische Geschosse. Es befinden sich 2.025 Räume im gesamten Gebäudekomplex.
In den sechs Obergeschossen befinden sich fünf Aufnahme- und Fernsehstudios, 329 Büroräume sowie diverse Server- und technische Funktionsarbeitsräume.
In den fünf unterirdischen Geschossen ist vorwiegend die Haustechnik mit Klimatechnik, Transformatorenräumen und Archiven angesiedelt.
Durchzuführenden Maßnahmen im Sendebetriebsgebäude im Rahmen der Brandschutzsanierung sind:
- Neustrukturierung der Brandschutzaufteilung
- Erstellung Brandschutzkonzept durch einen Nachunternehmer
- Schadstoffsanierung baubegleitend
- Sanierung im laufenden Betrieb
- Diverse interne Umbauten mit Einbeziehung der Nutzer
- Ein- und Umbau von Spülluftanlagen in notwendigen Treppenräumen
- Einbau einer Entrauchungsanlage in einer Versammlungsstätte
- Planung und Umsetzung der Baustellenlogistik
- Umsetzung diverser interner Parallelprojektewie z.B.:
Neuaufbau einer Leitwarte für Gebäudeautomation
Neuaufbau des zentralen Kontrollraums für Fernsehtechnik und Streamingdaten
Sanierung zentraler Serverräume mit Neubau einer Gaslöschanlage
Errichtung von Nebenräumen zum Studiobetrieb
Besonderheiten
Sämtliche Arbeiten finden im laufenden Betrieb unter Berücksichtigung von Arbeits- und Studioproduktionszeiten statt. Hierzu wird eine Vielzahl von Bauabschnitten vorgesehen, welche selbstverständlich zu jeder Zeit die Flucht- und Rettungswegesituation berücksichtigen. Teile des Gebäudes gehören zur kritischen Infrastruktur, was im Hinblick auf die Durchführung der Bauarbeiten besondere Sicherheitsvorkehrungen erfordert.